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Mittwoch, 22. Februar 2012

LSV spricht sich gegen Nachhilfeunterricht aus

Wir wollen keine Bildung für den Markt sondern für die Menschen

Eine Studie des rbb verdeutlicht einen offensichtlichen Anstieg der Inanspruchnahme
von Nachhilfeunterricht mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse.

Wir, die LandesSchüler*innenVertretung Berlin, betrachten es kritisch, dass
Schüler_innen nach den Unterrichtszeiten, ihr eigenes bzw. das Geld des Familienhaus-
haltes dafür aufbringen müssen, um Bildung zu erhalten, deren Vermittlung Aufgabe
der Schule ist!

Ist die Schulpflicht noch zeitgemäß, wenn die selbstgestellten Aufgaben ganz offen-
sichtlich nicht erfüllt werden, nämlich das Ermöglichen der umfassenden Bildung?

Die weit verbreitete Nutzung kommerzieller Nachhilfe, sehen wir als Resultat eines
schlechten Bildungssystems an. Leistungsdruck bzw. der Zwang diesen anzunehmen,
wenn man nicht zurückbleiben will ist der Fehler dieses Systems. Zeit für Fragen oder
eigene Bedürfnisse bleibt den Lernenden selten – ein numerisches Bewertungssystem,
überforderte Lehrkräfte und politische Beschlüsse wie G8, Schulschließungen und
Klassenzusammmenlegungen steigern den Leistungsdruck. Uns ist klar, dass auch viele
Eltern Druck auf ihre Kinder ausüben. Das kritisieren wir auch sehr stark.

Schüler_innen, die kein Geld haben, um das Bildungsdefizit zu kompensieren, behelfen
sich meist mittels sozialen Netzwerken und teilweise selbstorganisierten Do-It-Yourself-
Projekten.

Solche Eigeninitiativen begrüßen wir – jedoch können diese nur verhindern, dass sich
private Anbieter bereichern.

Wir dulden keinen „Bildungsmarkt“, auf dem Unternehmen wie „Schülerhilfe“ und Co.
sich an Hilfesuchenden bereichern!

Als LandesSchüler*innenVertretung Berlin fordern wir eine grundlegende Veränderung
des Bildungssystems, ohne Leistungszwang und Ausgrenzung der Schüler_innen, die
im straffen Lehrplan nicht mitkommen. Wir wollen keine Bildung für den Markt sondern
für die Menschen.

„Wir solidarisieren uns mit den Schülerinnen und Schülern, “ sagt Nino Haase von der
LSV Berlin, „und werden unsere Anstrengungen fortsetzen, um freie Bildung für Alle zu
ermöglichen!“ Jugendliche müssen frei von wirtschaftlichen Zwängen die Möglichkeit
haben ihre Bildung selbst zu bestimmen. Die Politiker_innen sollten endlich erkennen,
dass Schüler_innen, die ja immer als „Zukunft unseres Landes“ erklärt werden, keine
Äpfel und Birnen sind, die man in eine Norm zwängen kann. 

Dass dieses Schulsystem diese Möglichkeiten nicht geben kann, wird immer deutlicher.

 
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Sonntag, 12. Februar 2012

Die Bildungswerkstätten erwachen aus
ihrem langen Herbst-Winterschlaf!

Jetzt wieder mittwochs in den Bildungswerkstätten im KuBiZ!

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Bildungswerkstätten - jeden Mittwoch Workshops, Filme, Vokü!
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 Themen im Februar und März:
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Selbstorganisierung
Der Kommende Aufstand - für uns geschrieben?
Bundeswehr und Geheimdienste in der Schule - was tun?!
Bildungskritische Filme
Freie Bildung
Militarisierung der Schulen
Normierungen und Ausgrenzungen in der Schule
und einiges mehr...

Natürlich wie immer mit veganer Vokü im Offenen Raum!

Hier finden die Bildungswerkstätten statt:

LSV Büro // Raum 117
Kultur- und Bildungszentrum Raoul Wallenberg (KuBiZ)
Bernkasteler Straße 78
13088 Berlin

 
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Freitag, 28. Oktober 2011

Kritik an KFN-Studie

Wir kritisieren den Inhalt und die Art der Durchführung
der Studie "Jugendliche als Opfer und Täter von Gewalt"

Bei der Befragung des Kriminologischen Institutes Niedersachsen (KFN), die am 19.10.2011
vorgestellt wurde,
sollten ca. 5.000 Schüler_innen von Berlin Stellung beziehen zu solchen Fragen
wie Gewalt in der Familie und in der Schule, Religionszugehörigkeit, politische Ausrichtung und
allgemeine Schulfragen - dass daraus nur ca. 3.000 ausgefüllte Fragebögen wurden ist sicherlich
auch den Protesten seitens der Schüler_innen-Vertretungen geschuldet.

Bei der Befragung gab es erhebliche Datenschutzverstöße und Missachtungen der notwendigen
Einwilligungen der Eltern. Erst nach massiven Protesten von Schüler_innen und Eltern wurden die
individuellen Schülernummern aus den Klassenbüchern nicht mehr kopiert und zusammen mit den
Fragebögen erfasst. Dadurch waren eventuelle Zuordnungen von bestimmten Aussagen möglich.

Eine Umfrage unter 3000 Neuntklässlern kann nicht für die gesamte Berliner Jugend repräsentativ sein.
Wir finden auch die Fragen zur politischen Weltanschauung und Arbeit, sowie zu Erfahrungen und
Selbstbegehung von Straftaten unhaltbar, da die Befragten die Tragweite ihrer Antworten nicht erkennen
können.

Die Studie hat nur einen wissenschaftlichen Anstrich, wird doch nach Methodik aus den 80er Jahren
des letzten Jahrhunderts gearbeitet und bedient und reproduziert rassistische Denkmuster. Von der
Sonderbefragung Kinder „teilweise Nicht-Deutscher-Herkunft“ bis zur Untersuchung krimineller
Neigungen bestimmter konstruierter ethnischer, religiöser und kultureller Gruppen hat es den
sogenannten Forschern an Dreistigkeit nicht gefehlt. Das spiegelte sich auch in der Präsentation
der Studie wider. Deshalb weist die LSV Berlin ganz entschieden solche Formulierungen bei der
Präsentation der Studie zurück, nach denen Jugendliche, die im christlichen Glauben verhaftet sind,
vor Gewaltbereitschaft geschützt seien und muslimischer Glauben die Gewaltbereitschaft befördere.

Der Senat von Berlin muss die Verantwortung für diese Studie übernehmen, da er sie in Auftrag
gegeben hat. Die über 100.000 € für diese Studie hätte sich Berlin sparen können, denn das es in
Berliner Schulen Gewaltpotenzial gibt und hohe Frustration die zum sogenannten „Schulschwänzen“
führt ist nichts Neues.

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Freitag, 28. Oktober 2011

Schulstreik-Aufruf

17.11.2011

 Wir, die Landesschüler*innenVertretung Berlins, rufen euch auf die Bildungsproteste
selbst zu gestalten und sich an den Aktionen rund um die Proteste zu beteiligen und
am 17.11.2011 auch auf die Straße zu gehen. Doch Veränderung erreichen wir nicht
durch ritualisierte Demonstrationen wenn am nächsten Schultag alles beim Alten zu
bleiben scheint. Organisiert euch in eurer Schule, bildet Polit-Gruppen, entwerft Schüli-
Zeitungen und plant andere  kreative Aktionen. Dem Diktat von Oben kann nur ein
selbstbestimmter Aufbau von Unten entgegengehalten werden. Auf diesem Weg sind
Lehrer_innen nicht unsere Gegenspieler­_innen sondern sind genauso wie Wir von
einem kapitalistischen Bildungssystem betroffen. Auch die Lehrer_innen rufen wir auf
sich zu beteiligen.

Wir fordern:

- Eine Schule für Alle – Weg mit dem selektiven Schulsystem
- kleine, jahrgangsübergreifende Lerngruppen
- Unis für Alle – Öffnung der Bildungseinrichtungen für alle Menschen
- Volle Selbstbestimmung aller Bildungseinrichtungen
- Abschaffung der Noten - Weg mit dem Turbo-Abi (G8)
- Kostenlose Mahlzeiten in den Schulen
- Gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen – Bundeswehr Raus!

Wir wollen keine Forderungen nach „Verbesserungen“ für dieses Schulsystem, wenn
das Gerüst dieses Systems auf Ungleichheit und Leistungszwang beruht. Die Bildung
dient der Ausbeutung von Menschen durch Menschen. Wir werden für den Arbeitsmarkt
zuerst selektiert  und dann gedrillt. Uns aber geht es darum, unsere Bildung selbst zu
bestimmen und anzueignen und jedem Menschen die gleichen Entwicklungsmöglich-
keiten zu bieten. Die initiierten Proteste am 17. November haben nur dann eine Chance,
wenn sie von einer breiten Basis getragen werden und eingebettet sind in viele Aktionen,
die an einer wirklichen Veränderung arbeiten.

Bildet Euch, Bildet Andere                                                                                                                                                                                                                            Bildet Banden!

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Freitag, 9. September 2011

Für eine bessere Schule in Berlin - mehr Bildung von Anfang an!    


DIE GEW BERLIN RUFT AUF:


Gemeinsame Bildungsdemonstration
10. September 2011 | 11.00 Uhr | Alexanderplatz

(genauer Treffpunkt: Alexanderplatz / Grunerstraße, zwischen Landesbank und Alexa)

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