LSV Vorstellung
Was ist die LSV Berlin?
Die LSV Berlin ist die freie basisdemokratische Vertretung der Schüler Berlins.
Sie versteht sich zum einen als eine Initiative von Leuten, die Projekte machen, die den Schülern Berlins bei der Weiterentwicklung ihrer politischen Arbeit an der Schule helfen sollen. Zum anderen fasst sie sich als Schnittstelle von Schülern zur Politik im weitesten Sinne auf.
Das heißt, dass sie nicht nur Abgeordneten kommuniziert, was sich ihrer Auffassung nach jetzt in der Berliner Bildungslandschaft verändern muss, sondern vor allem an die Umsetzer der Politik des Abgeordnetenhauses von Berlin herantritt. Sich bei der Zieldefinition von bildungspolitischen Maßnahmen sowie bei ihrer Umsetzung einzuschalten, das ist das zweite Hauptziel der LSV.

Wer ist die LSV Berlin?
Die Grundlage der LSV Berlin ist die Landesschülerkonferenz (LSK). Diese kann von allen Schüler Berlins besucht werden, allerdings bekommt jede Schülerschaft nur eine Stimme bei Abstimmungen. Eine wichtige Entscheidung, die auf der ersten LSK jedes Jahres getroffen wird, ist die Wahl eines neuen siebenköpfigen Landesvorstandes (Lavo). Der Lavo erhält von der LSK klare Arbeitsaufträge bzw. Leitlinien für seine Arbeit. Diese befassen sich im Normalfall mit aktuellen Themen der Bildungspolitik, können aber auch selbst Anstoß für grundlegende Veränderungen geben. Der Lavo führt außerdem wesentliche Projekte weiter, zu denen u.a. Seminare, Publikationen, Netzwerktreffen und die Organisation der nächsten LSK gehören können. An der Arbeit des Lavos kann sich jeder als Mitglied der Aktivengruppe beteiligen. Dazu ist jeder herzlich eingeladen, insbesondere aber die Teilnehmer von LSKen, da diese bereits einen Einblick in die Arbeit der LSV Berlin gewonnen haben.

Was will die LSV Berlin?
Die LSV Berlin will, dass das Recht auf Bildung und Erziehung sowie auf Entfaltung der Persönlichkeit Schülern unter optimalen Bedingungen gewährleistet wird. Dazu stellt die LSV Berlin keine überhöhten Forderungen auf, sondern vergleicht, was realisierbar in Berlin ist, wozu sie selbstverständlich auch die Bildungssysteme anderer (Bundes)Länder heranzieht. Sie versucht Missstände aufzudecken und greift da an, wo Angebote der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung fehlen.

Der Landesvorstand (Lavo)

Was ist der Lavo?
Der Lavo ist ein siebenköpfiges Team, dass auf der LSK gewählt wird. Da die LSK nur sehr selten tagt, vertritt der Lavo die LSV nach außen und ist somit die Stimme der Schülerinnen und Schüler Berlins. Jedes Mitglied des Lavos sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein.

Wie arbeitet der Lavo?
Die Arbeitsweise des Lavo ist nirgendwo festgeschrieben. Üblich ist aber, dass man sich wöchentlich zu einer Landesvorstandssitzung trifft. Aber auch zwischen den Sitzungen gibt es viele Termine, die wahr genommen werden müssen, so dass man schon ein bis zwei Stunden täglich zur Verfügung haben sollte. Für besonders komplexe und zeitaufwändige Sachverhalte kann der Lavo einen Landesarbeitskreis (LAK) bilden, der das Thema dann für den Lavo bearbeitet. Als ständiger LAK existiert die Aktivengruppe, die intensiv in die Arbeit des Lavos eingebunden ist und diesen mit allen Mitteln bei seiner alltäglichen Arbeit unterstützt.

Wer kann für den Lavo kandidieren?

Für den Lavo kann jede Schülerin und jeder Schüler, der eine staatlich anerkannten Schule in Berlin besucht. Man muss kein Klassensprecher sein oder irgendein anderes Amt inne haben. In der Praxis hat sich sogar gezeigt, dass sonst ämterlose Mitstreiter mehr Zeit investieren können und damit einen größeren Beitrag leisten, auch wenn sie vielleicht methodisch noch nicht fortgeschritten sind - denn sowas kann man lernen.



Der Ursprung der LSV

Die LSV Berlin entstand im Februar 1995 als der damalige Landesschülerausschuss (LSA) Berlin per Beschluss feststellte, dass ihn seine im Schulgesetz vorgeschriebene Struktur handlungsunfähig macht. Als Konsequenz daraus entschloss man sich gegen damals noch geltendes Recht, den LSA nach innen hin umzubauen und nach außen hin die freie Landesschülervertretung Berlin zu gründen. Diese „LSV“ sollte das Hauptproblem des LSA, nämlich sein kompliziertes Auswahlsystem, lösen. Im Gegensatz zum LSA, wo jedes Mitglied erst in die Klassensprecherversammlung, dann in den Bezirksschülerausschuss und schlussendlich auch noch in den LSA gewählt werden musste und dadurch noch drei weitere Verantwortungsbereiche hatte, sollte es in der LSV nur einen Schritt geben: vom einfachen Schüler in den Landesvorstand.

In den ersten Jahren funktionierte dieses Prinzip sehr gut, da die Aktionsträger in LSV und LSA sich persönlich gut kannten und den Gedanken der Umstrukturierung mit sich trugen. Als im LSA allerdings einige Jahre später ein Generationswechsel stattfand, wurde man sich uneins und der LSA distanzierte sich von seinem nicht rechtskräftigen Beschluss und sah sich von nun an als die alleinige Vertretung der Berliner SchülerInnen an. Da sich die LSV in ihrer fortschrittlicheren Form zu diesem Zeitpunkt schon fest in der Berliner Bildungspolitik etabliert hatte, entstand die unerwartete Situation zweier Berliner Schülervertretungen. LSV und LSA haben inzwischen bewirkt, dass es dem LSA durch das neue Schulgesetz möglich ist sich mit Zustimmung der Senatsverwaltung zu reorganisieren. Nun ist es die gemeinsame Aufgabe von LSV und LSA sich eine zukunftsweisende Arbeitsgrundlage und dadurch Berlin eine der fortschrittlichsten Schülervertretungen der Bundesrepublik zu verschaffen.

 


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