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Demo in Solidarität mit den Geflüchteten

Auf Plakaten und Banner waren Sprüche wie: „Kein Mensch ist Illegal“ und „Bleiberecht Überall!“zu lesen und Parolen wie „Say it loud, say it clear: Refugees are welcome here“ wurden gerufen. Ein Bündiss  von Jugendgruppen sowie interesierten Schüler*innen und Studierende die sich teilweise in Streikkomitees Organisiert haben, rief auf am 13.2 Schule und Uni zu ‚bestreiken‘ und zum Alexanderplatz zu kommen, um auf die unmenschliche Asylgesetzgebung hinzuweisen. Weit über 2000 vorwiegend junge Demonstrantenfolgten dem Aufruf und liefen teilweise auch schon in Zubringerdemonstrationen zum Startpunkt. Die Demonstration lief zum Oranienplatz, wo sich seit über einem Jahr ein Camp von Flüchtlingen befindet, welches, wenn es nach dem Innensensator Frank Henkel (CDU) geht, schnellstmöglichst geräumt werden soll um den Protest verschwinden zu lassen. Also war auch dies eine der Kernforderungen des Bündnisses: Das Camp soll solange bestehen dürfen bis die Forderungen der Refugees erfüllt wurden. Leider kam es vor und während der Demonstration auch zu Repressionen seitens Polizei und von Schulleitungen, die versucht haben die Proteste zu kriminalisieren und kleinzuhalten.

Selbstverständlich war die Demonstration am 13.2. ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Dennoch war es kein Streik, es war auch kein Warnstreik sondern ein einmaliges großes Schul- und Unischwänzen für einen guten Zweck. Dabei wurden viele Schüler*innen und Studierende politisch sensibilisiert, welche sich hoffentlich weiter mit der Menschenfeindlichen Asylpolitik von Deutschland und der EU auseinandersetzen. Außerdem war es ein Zeichen in Richtung der Regierenden, dass politisches Engagement eben nicht ausschließlich nach Schulschluss stattfinden sollte.

Es gab auch in München. Stuttgart, Bremen, Duisburg und Düsseldorf Demonstrationen und Kundgebungen, die gut besucht waren.
Die Solidaritätsbewegung der Schüler*innen für Asylsuchende hat ein großes Potential, welches in der Zukunft noch viel bewegen wird.

In diesem Sinne:
Kein Mensch ist Illegal-Bleiberecht Überall!

Aufruf

Wir solidarisieren uns mit den Flüchtlingen

Das Camp der Flüchtlinge am Oranienplatz ist vielen bekannt. Es ist zu einem Symbol der Flüchtlingsbewegung und ihrer Forderungen geworde

Seit 2012 finden dort Demonstrationen und politische Initiativen gegen die menschenverachtenden Asylgesetze und die unzumutbaren Bedingungen, unter denen die Menschen leben, die vor Krieg, Hunger, Armut und politischer Verfolgung, hier her fliehen, ihren Ursprung.

Die Berliner Regierung aus CDU und SPD, insbesondere Innensenator Henkel, verschließen davor ihre Augen nicht, sondern zeigen ihre hässliche bürgerliche Fratze. Sie drängen auf eine gewaltsame Räumung, um die Bewegung zu unterdrücken. Eine Mischung aus Hetze und Heuchelei über „unzumutbaren“ Umstände soll vom wesentlichen Ablenken: den Forderungen der Bewegung. Das Ausharren der Flüchtlinge seit mehr als einen Jahr, zeigt nur, dass die Zustände in den Heimen und Lagern, in die sie CDU/SPD zurück bringen will, nicht besser sein können.

Wir solidarisieren uns mit den Flüchtlingen. Wir halten ihre Forderungen für gerechtfertigt und  unterstützen sie. Daher rufen wir mit anderen Gruppen und Personen zu einem Streik an Schulen und Universitäten gegen die Räumung des Camps am Oranienplatz auf!

Schließt euch zusammen, gründet Streikkomitees, Aktionsgruppen und seid kreativ, um CDU/SPD unter Druck zu setzen, damit sie ihre menschenverachtende Politik nicht durchsetzen können.

Wir wollen nicht warten bis zur Räumung, sondern rufen alle auf sich mit den Flüchtlingen zusammen für das Einlösen ihrer Forderungen einzusetzen.

Insbesondere fordern wir jetzt:

– alle Rechte für die Flüchtlinge, wie sie auch allen Anderen zustehen oder zustehen sollten, vom Recht zu bleiben bis zum Recht ohne Einschränkungen  hier zu arbeiten;

– kostenlosen Deutschunterricht als Fremdsprache, dass Recht in der Muttersprache unterrichtet zu werden und ein Ende von rassistischen Inhalten in Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien;

– Stopp der Polizeigewalt, anstatt hunderttausende Euro in gewalttätige Polizeieinsätze zu investieren müssen mehr Sanitäranlagen aufgestellt werden, bessere kostenlose medizinische Versorgung gewährleistet werden und Verpflegungsmöglichkeiten angeboten werden

Ziel kann nur sein, Schließung aller Lager, Schluss mit der Residenzpflicht und rassistischen Personenkontrollen, Abschaffung des jetzigen Asylgesetzes!

Mittwoch, 8. Januar 2014

Neustart 2014

Ab Januar 2014 starten wieder unsere Reihe in den Bildungswerkstätten.

Alle weiteren Informationen findet ihr wie gewohnt, auf unserem Blog:

http://bildungswerkstatt.blogsport.de/

Schulstreik-Aufruf

17.11.2011

 Wir, die Landesschüler*innenVertretung Berlins, rufen euch auf die Bildungsproteste
selbst zu gestalten und sich an den Aktionen rund um die Proteste zu beteiligen und
am 17.11.2011 auch auf die Straße zu gehen. Doch Veränderung erreichen wir nicht
durch ritualisierte Demonstrationen wenn am nächsten Schultag alles beim Alten zu
bleiben scheint. Organisiert euch in eurer Schule, bildet Polit-Gruppen, entwerft Schüli-
Zeitungen und plant andere  kreative Aktionen. Dem Diktat von Oben kann nur ein
selbstbestimmter Aufbau von Unten entgegengehalten werden. Auf diesem Weg sind
Lehrer_innen nicht unsere Gegenspieler­_innen sondern sind genauso wie Wir von
einem kapitalistischen Bildungssystem betroffen. Auch die Lehrer_innen rufen wir auf
sich zu beteiligen.

Wir fordern:

– Eine Schule für Alle – Weg mit dem selektiven Schulsystem
– kleine, jahrgangsübergreifende Lerngruppen
– Unis für Alle – Öffnung der Bildungseinrichtungen für alle Menschen
– Volle Selbstbestimmung aller Bildungseinrichtungen
– Abschaffung der Noten – Weg mit dem Turbo-Abi (G8)
– Kostenlose Mahlzeiten in den Schulen
– Gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen – Bundeswehr Raus!

Wir wollen keine Forderungen nach „Verbesserungen“ für dieses Schulsystem, wenn
das Gerüst dieses Systems auf Ungleichheit und Leistungszwang beruht. Die Bildung
dient der Ausbeutung von Menschen durch Menschen. Wir werden für den Arbeitsmarkt
zuerst selektiert  und dann gedrillt. Uns aber geht es darum, unsere Bildung selbst zu
bestimmen und anzueignen und jedem Menschen die gleichen Entwicklungsmöglich-
keiten zu bieten. Die initiierten Proteste am 17. November haben nur dann eine Chance,
wenn sie von einer breiten Basis getragen werden und eingebettet sind in viele Aktionen,
die an einer wirklichen Veränderung arbeiten.

Bildet Euch, Bildet Andere                                                                                                                                                                                                                            Bildet Banden!