DER FALL ELLA

Die LandesSchüler*innenVertretung Berlin (LSV) zeigt den Film „Der Fall Ella“

Ein Film über Repressionen und Polizeiwillkür – gegen Aktivist*innen, die sich für eine andere Politik bei Umwelt und Naturschutz einsetzen

1.Oktober um 19 Uhr im Café Karanfil in der Weisestraße 3 (Neukölln)

Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den Abläufen bei der Räumung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten un Kniestößen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen.
Geschwärzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweis akzeptiert, Widersprüche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten Vorwürfen Tage oder Wochen später zu Missverständnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken.
Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritär-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestärkt wurden. Der Alsfelder Richter Süß machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwächte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenüber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und überregionaler offen für den Autobahnbau eintritt – doch für ihn galt die erfundene Regel politischer Neutralität nicht.
Der Film „Ella“ ist eine Antwort auf die Justizskandale.
Solidarische Zusammenhänge haben in akribischer Recherchearbeit einen Dokumentationsfilm erstellt, der klar belegt, was im Dannenröder Wald wirklich geschah. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht wollte die Beweise für die Lügen der Polizei nicht zur Kenntnis nehmen. Der Film wird sie zeigen. Er wird erstmals am 1. Oktober, dem Jahrestag des Polizeiangriffs auf die Waldbesetzung aufgeführt:

Café Karanfil

Weisestraße 3

1.Oktober 2021

19 Uhr

Wir sind umgezogen!

Es ist vollbracht: Nach langem Hin und Her sind wir dabei unsere Kartons auszupacken und wollen ab dem 1.September wieder voll durchstarten. Dabei wird auch unser neues Büro eher der Ort für Verwaltung und Koordinierung sein, denn wir werden wieder Berlin weit Projekte anschieben / gestalten / unterstützen… mit vielen anderen interessierten Menschen, egal welcher Hautfarbe, welcher sexuellen Präferierung, welcher Größe oder welchen Alters…

Bildungswerkstätten

LandesSchüler*innenVertretung Berlin (LSV)

Bildungswerk der LSV Berlin e.V.

Hellersdorfer Weg 35 / 12689 Berlin (Nähe S-Bahnhof Mehrower Allee)

Tel. + 49 30 2235 8847 * briefkasten@lsv-berlin.de

Perspektivenwechsel

Defense for Children International dokumentiert Menschenrechtsverletzungen an Kindern in Palästina

(© Wisam Hashlamoun/Flash90)

Mehr dazu unter:

https://wfd.de/palaestina-corona-update-mai

14.Mai 2020 um 10 Uhr

Wir rufen auf am 14. Mai 2020 um 10 Uhr gemeinsam gegen die Schulöffnungen vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (am Alexanderplatz) auf die Straße zu gehen.

Die frühzeitige Öffnung der Schulen ist ein unverantwortlicher Akt, der die Gesundheit von unzähligen riskiert und eine zweite Welle der Pandemie provoziert. Auch wenn die Chancenungleichheit des E-Learnings in den Vordergrund gestellt wurde, machen der überhastete Beschluss und die Durchführung klar, dass durch diese Entscheidung ein rein wirtschaftliches Interesse erfüllt wird. Die Schüler_innen der Abschlussklassen sollen um jeden Preis ihre Prüfungen bewältigen um dem Arbeitsmarkt zu Verfügung zu stehen. Gleichzeitig können mehr Eltern protestlos die Arbeit wieder aufnehmen, desto mehr Schüler_innen in die Schule zurückgeschickt werden. Dabei werden die Warnungen seitens Virolog_innen in den Wind geschlagen und Sicherheitsmaßnahmen nicht zureichend umgesetzt.

Wir fordern zusammen mit „Gruppe Revolution“ und „Lessing wird politisch“:

  • die Rücknahme der überhasteten Schulwiedereröffnung. Die Gewerkschaft GEW, Vertreter_innen der Lehrer_innen, Schüler_innen, Eltern unter Beratung von Virolog_innen – nicht Schulbehörden, Staat oder sog. „Expert_innen“ müssen darüber entscheiden, wann die Schulen eröffnet werden oder nicht.
  • die Ausstattung aller Schüler_innen mit kostenlosen digitalen  Endgeräten um die individuelle Teilnahme an den E-Learningangeboten zu  gewährleisten, sowie kostenloser Internetzugang. 
  • die freiwillige Versetzung aller Schüler_innen in die nächsthöhere Klassenstufe. 
  • Absage aller Abschlussprüfungen an allen Schultypen und  Anerkennung des Abschlusses für alle Schulabgänger_innen (Abitur, andere  Abschlussprüfungen). Abschaffung des Numerus Clausus (NC) an den  Universitäten und freier Zugang zur Uni für alle Abgänger_innen. 
  • freiwillige Nachhilfe und Unterricht in Kleingruppen, für leistungsschwächere Schüler_innen, oder solche, die das Gefühl haben nicht gut mitzukommen.

Also kommt am Donnerstag,

den 14.05.2020 um 10 Uhr

zur Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Bernhard-Weiß-Straße 6 (am Alexanderplatz)